| Gesundheit der Manager durchleuchtet |
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| Freitag, 03. Oktober 2008 um 00:00 | ||||
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Führungskräfte fühlen sich heute stärker belastet als vor fünf Jahren. Dies zeigt eine aktuelle Studie mit Teilnehmern an einem Gesundheits-Check des Karlsruher Instituts für Arbeits- und Sozialhygiene. Viele Führungskräfte schätzen demnach ihren Gesundheitszustand falsch ein. Hektik, Leistungsdruck und hohe Verantwortung - wie gehen Manager mit den hohen Anforderungen ihres Arbeitsalltags um? „Jede Führungskraft empfindet Stress unterschiedlich“, erklärt Gabriele N. Alpers. „Während die einen sich durch Stress blockiert fühlen, empfinden die anderen ihn als belebend.“ Alpers untersucht in einem Forschungsprojekt die Beanspruchungen und Ressourcen von Menschen in leitenden Positionen und wie deren Gesundheit und Wohlbefinden zusammenhängen. Dazu befragte sie insgesamt 314 Führungskräfte, die einen eintägigen Gesundheits-Check-up absolvierten. Abweichung zwischen Empfinden und ärztlicher DiagnoseDie meisten der Befragten fühlen sich im Vergleich zu vor fünf Jahren erhöhtem „Stress“ und „Druck“ ausgesetzt. Als häufigste Belastungen nannten die Teilnehmer „Anfragen per E-Mail oder Telefon“, „Informationsüberflutung“, „viel Arbeit“ und „Zeitdruck“. Hinsichtlich der körperlichen Beschwerden wurden mit rund 19 Prozent an erster Stelle Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems genannt, gefolgt von Haut- (8,3 Prozent) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (6,4 Prozent). Die Ärzte hingegen diagnostizierten mit 20,4 Prozent am häufigsten Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, gefolgt von Herz-Kreislauf- (9,2 Prozent) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (8,3 Prozent).Im Durchschnitt waren die Teilnehmer in einer guten körperlichen Verfassung und wiesen gute bis sehr gute Werte für die Herz-Kreislauf-Risikofaktoren Fettstoffwechselstörung, Hypertonie und Diabetes mellitus auf. Viele der Teilnehmer vermeiden gesundheitliche Risiken: Nur 10,5 Prozent rauchen, knapp die Hälfte treibt regelmäßig Sport und der Alko- holkonsum der meisten ist unbedenklich. Bei 49 Prozent der Führungskräfte wurde keine Erkrankung festgestellt. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer haben einen guten bis sehr guten Arbeitsfähigkeitsindex (Work Ability Index, WAI). Der durchschnittliche WAI beträgt 41,7. Symptome müssen abgeklärt werden„Die Abweichung zwischen der eigenen und der ärztlichen Diagnose zeigt, dass es oft ratsam ist, abzuklären, was hinter den wahrgenommenen Symptomen steckt“, so Alpers. Wenn zum Beispiel Rückenschmerzen durch Stress ausgelöst werden, kann Sport helfen, diesen zu bewältigen. „Es ist äußerst wichtig, dass Führungskräfte lernen, Stress zu ertragen und auch diesen abzubauen“, so Alpers Fazit. Zu einer langfristigen Einstellungsänderung können neben Sport und einer ausgewogenen Ernährung auch Atemübungen, autogenes Training oder Meditation beitragen.Weitere InformationenAlpers, Gabriele N., 2008: "Führungskräfte und ihre Gesundheit", Seite 525 bis 528, in: "Produkt- und Produktionsergonomie – Aufgabe für Entwickler und Planer", GfA-Press, Dortmund
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