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Pfusch-Aktion Pensionsautomatik PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 19. Juni 2008 um 10:20

Durch die angekündigten Personalrochaden in der Bundesregierung und SPÖ ist die bereits abgeschrieben gewesene Pensionsautomatik plötzlich wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt worden. „An eine langfristige Absicherung ist durch die Pensionsautomatisierung nicht mehr zu denken“, ärgert sich AK-Präsident Hubert Hämmerle.

Bei der letzten Pensionsreform war der Grundtenor, dass die Pensionen langfristig abgesichert werden sollen. Das Ergebnis war schlussendlich, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sukzessive Verschlechterungen in Kauf nehmen müssen. „Mit dem jetzigen Vorschlag der Pensionsautomatisierung gibt die Regierung – in vorderster Front Gusenbauer und Molterer – eine doppelte Verschlechterung bzw. Belastung an die Arbeitnehmer/innen weiter. Dagegen wehren wir uns“, betont Hämmerle.

Zwei der ganz großen Verlierer bei einer Pensionsautomatisierung wären neben den Hacklern auch die jungen Arbeitnehmer/innen, die mit einer solchen Regelung völlig im Ungewissen gelassen werden. „Der Bund schleicht sich mit solchen Vorschlägen aus der Verantwortung. Eine wesentliche Forderung der AK Vorarlberg lautet deshalb, dass die Hacklerregelung ohne die Pensionsautomatik beschlossen wird. Wer 45 Jahre lang hart arbeitet, hat sich so etwas redlich verdient“, so Hämmerle weiter.

Weiters kritisiert der AK-Präsident, dass die Regierung durch ein solches Paket in einer „Husch-Pfusch-Aktion“ und ohne die Bevölkerung zu informieren über das Schicksal von Millionen entscheidet. „Durch diese Maßnahme kann es passieren, dass die jetzt jungen Arbeitnehmer/innen fleißig in das Pensionssystem einzahlen und aufgrund der steigenden Lebenserwartung schlussendlich doch durch die Finger schauen. Das ist schlicht und einfach nicht tragbar“, so Hämmerle abschließend.

 
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